Kindergarten und Schule

Kindergärten in Ottbergen – Stand: 06/2016

Der erste Kindergarten in Ottbergen wird ab 1. Juli 1938 als sogenannter Erntekindergarten auf Zeit angeboten. In der Schulchronik ist nachzulesen , dass der Kindergarten im Versammlungsraum (Aula) der 1937 neu erbauten Volksschule eingerichtet wurde. Erste Kindergärtnerin war Elfriede Kniep. Über 25 Kinder wurden gleich am ersten Tag von den Müttern gebracht. Die Mütter freuten sich sehr und konnten somit der notwendigen Feldarbeit nachgehen. Im Jahr 1939 war der “Erntekindergarten” von Mai bis Oktober geöffnet. In der Erntezeit blieben die Kinder teilweise bis 19.00 Uhr im Kindergarten. Im 2. Weltkrieg wurde dann aus dem “Erntekindergarten” ein Vollzeitkindergarten. Da immer mehr Kinder zum Kindergarten gebracht wurden und die neue Volksschule im April 1945 von den Amerikanern zeitweise als Lazarett genutzt wurde, erfolgte nach dem Kriegsende eine Verlegung der Kinder von der neuen Schule in die alte Knabenschule. Träger wurde die Kath. Kirchengemeinde Ottbergen.

Ein neuer Kindergarten für drei Gruppen wurde 1962 von der Gemeinde Ottbergen – gegenüber der Volksschule – gebaut und 1964 bezogen. Nach der kommunalen Neugliederung übernahm 1970 die Stadt Höxter den Kindergarten.

Ab dem 1. August 2015 ist die Lebenshilfe e.V. inzwischen der 5. Träger dieses Kindergarten. Da die Kinderzahlen auf Grund der demografischen rückläufig sind, wird in absehbarer Zeit der Kindergarten “In der Woort” geschlossen. Der Kindergarten “Im Mühlenwinkel” wird dann die Betreuung der Kinder übernehmen.

 

Kindergarten “Im Mühlenwinkel” der Lebenshilfe e.V.

Dieser Kindergarten erweiterte ab 1991 das Angebot an Kindergartenplätzen in Ottbergen. Der Integrationskindergarten wird von nicht behinderten Kindern aus Ottbergen und Bruchhausen sowie von behinderten Kindern aus Ottbergen und Umgebung besucht. Hier wird bereits seit über 20 Jahren die Inklusion mit Erfolg praktiziert. Des weiteren sind heilpädagogische Maßnahmen selbstverständlich. Neben diesen Leistungen wird u. a. auch ein mittägliches Essen angeboten..

 

Schule (2017)

Seit 1968 wird nach der Schulreform in NRW die Volksschule in eine Grund- und Hauptschule umgewandelt. Kleine Schulen wurden geschlossen. Die Probleme waren in den Anfangsjahren sehr groß. Schüler aus Bruchhausen ,Godelheim  und Ottbergen wurden in Ottbergen unterrichtet. Die große Schülerzahl führte bis Anfang der 70er Jahre dazu, dass die Grundschüler in der alten Kath. Volksschule in Bruchhausen unterrichtet wurden. Die Hauptschüler besuchten die ehem. Kath Volksschule Ottbergen, die jedoch ihren Konfessionsbezug aufgeben mußte.  Nachdem die Hauptschule “im formellen Sinn” wegen ständig rückläufiger Schülerzahlen in den 80er Jahren geschlossen wurde, erfolgte die Rückverlegung der Grundschüler von Bruchhausen nach Ottbergen. In den 2000er Jahren wurde durch Ratsbeschluß aus der Grundschule eine “Offene Ganztagsgrundschule”. Den Schülerinnen und Schülern wurde ein Mittagessen und eine Nach-mittagsbetreuung angeboten. Seit einigen Jahren besuchen auch Kinder aus  Amelunxen die GS in Ottbergen.  Z. Zt. besuchen gut 120 Schüler die GS in Ottbergen.