wiemersmeyersche hof

Dorfentwicklung

Die Dorfwerkstatt

Teams aus drei verschiedenen Ortschaften des Landes NRW trafen sich am 17./18. November 2012 in der Bildungsstätte der Kath. Landvolkshochschule in Hardehausen zum Wochenenddseminar „Dorfwerkstatt“.  Zu dieser 16. Dorfwerkstatt hatte das Zentrum für ländliche Entwicklung (ZeLE ) im Auftrag des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW eingeladen. Aus jedem Dorf waren sechs Teilnehmer verschiedener Altersgruppen und beiderlei Geschlechts gemeldet worden. Ziel der Dorfwerkstatt ist die Erarbeitung eines Fahrplanes für jedes teilnehmende Dorf mit einem konkreten Maßnahmeplan. Neben dem fünfköpfigen Team aus Ottbergen waren Vertreter der Dörfer Schlade (Stadt Drolshagen) und Niederndorf (Stadt Freudenberg) dabei.

22. Ausgabe d)2

Das Ottberger Team

Unter fachkundiger Leitung von Frau Schulze Bisping von der ZeLE wurden nach der Vorstellung der teilnehmenden Dörfer die jeweiligen Stärken (grün) und Schwächen (orange) herausgearbeitet. Beleuchtet wurde dazu die bauliche, ökologische, wirtschaftliche und soziale Situation im Dorf. Aus der Bewertung dieser Themenfelder anhand eines Fragenkataloges konnten anschließend die Wünsche für die Zukunft entwickelt werden. Auf Grundlage dieser Wunschliste erfolgte die Wertung der einzelnen Vorschläge nach Dringlichkeit und Wichtigkeit. Die Wunschliste für Ottbergen enthält folgende Projekte:

  1. Aktivitäten gegen Leerstand  -  Der Leerstand ist weitestgehend abgebaut, Stand: April 2017. s. bes. Bericht!
  2. Aufräumaktion einmal jährlich.  - Die nächste Aufräumaktion findet 2018 statt.
  3. Flyer/einheitliche Internetpräsentation als Werbung für Ottbergen. – Der Flyer  wird jährlich erstellt und die Internetpräsentation regelmäßig aktualisiert.
  4. Tourismus: Infotafel, Fahrradhotel – Drei Infotafeln wurden 2015 für die Radfahrer am Radweg aufgestellt.
  5. Betreutes Wohnen/Mehrgenerationenhaus. – Bisher kein Ergebnis.
  6. Jugendtreff – Bisher kein Ergebnis! Ein Kreativtreff für alle Alters-gruppen wurde 2014 erfolgreich ins Leben gerufen.

Anschließend listete jede Gruppe mögliche Hemmnisse bei der Umsetzung der Wünsche auf und erörterte wie diese abgebaut werden können. Die Teilnehmer formulierten für ihre Zukunftswünsche konkrete Projekte und entwickelten eine Strategie zur Umsetzung mit den erforderlichen Maßnahmeschritten. Bei der Präsentation wurden aus den anderen Gruppen Erfahrungen und Referenzbeispiele beigesteuert. Als Ergebnis erarbeiteten die einzelnen Gruppen für jedes Projekt einen konkreten Umsetzungsplan. Zum Abschluss der Dorfwerkstatt stellte Herr Opitz von der Bezirksregierung Arnsberg Fördermöglichkeiten für Projekte in ländlichen Gebieten vor. Vereinbart wurde dann an welche Adressaten die Ergebnisse weiter gegeben werden sollen und wie die Akzeptanz und weitere Unterstützer/Kümmerer gewonnen werden können. Wir alle müssen zur Kenntnis nehmen, dass unsere Dörfer schrumpfen und die Bewohner älter werden. Alle Einwohner sind aufgerufen, diese Entwicklung aktiv mit zu gestalten. Nur dann kann unser gewähltes Dorfmotto

Mit Volldampf in die Zukunft Ottbergen

auch in Wirkung entfalten und Ottbergen als lebens- und liebenswertes Dorf für seine Bewohner, also uns alle, erhalten bleiben.

Eine neue öffentliche aber nicht alltägliche Bibliothek

Im Mai 2017 hat die Demografiegruppe “Dorfwerkstatt” ein bereits 2016 angedachtes Projekt umgesetzt. In das Bushaltestellehäuschen auf dem Dorfplatz an der Kirche ist unter Mitwirkung einiger Mitglieder der “Dorfwerkstatt” eine für Jedermann zugängliche Bibliothek in Form eines Bücherschrankes eingerichtet worden. Die Gruppe hofft, dass nicht mehr benötigte Bücher – ob Belletristik, Krimis oder Sachbücher – in diesen Bücherschank eingestellt werden. Natürlich können Leseratten ihrem Bücherwunsch frönen und die vorhandenen Bücher unentgeltlich ausleihen.